Vielfalt heißt das Programm von Maks & The Minors, ohne dass daraus je ein großkopfertes Konzept gestrickt worden wäre. „Das war bei uns einfach immer da“, sagt Max, „auf eine Polka kann natürlich Gitarrenrock folgen. Ich höre ja auch gern mal Tom Waits und danach Aerosmith und dann Brahms.“ Sein Bandkollege Artjom Feldtser, gebürtiger Russe, nickt, „ich habe aus meinem Land nicht viel mitbringen müssen in diese Band, es war ja schon alles da.“
Alles und noch viel mehr, wie es angesichts des zweiten Albums „Good Morning, Samsara“ scheint. Das klingt mit seiner wilden Melange aus Rock und Polka, Punk und Folk, Pop und Balladenseligkeit zuweilen wie ein Sampler zum Thema „was geht sonst noch“, eingespielt von einem halben Dutzend talentierter Bands. Mindestens. Woran die leicht unkonventionelle Arbeitsweise des Quintetts keineswegs unschuldig ist: „Wir erproben neue Stücke immer zuerst auf Tour“, so Feldtser, „bevor wir mit ihnen ins Studio gehen.
Dort entstehen dann jene Versionen, die wir sozusagen als Referenz benutzen. Obwohl ich etwa auf ‚160db Silence’ einen Bass spiele, den ich so heute nicht mehr spielen würde.“ „“Was??“, sagt Max, „na gut, halten wir also fest: Der Bassist hält sich nicht an die Regeln.“ Dann lacht auch er, „nein, es ist schlicht so: Wir spielen einen Song so lange, bis er uns allen echt gefällt.“ Zumeist geht es dem Publikum dann übrigens ähnlich.
Ihre Konzertbesucher sind Maks & The Minors ohnehin enorm wichtig, „wir sind einfach eine Liveband, da liegen ganz klar unsere größten Qualitäten“, wie Schlagzeuger Niki Schliebs sagt.